Lektion Fortschritt:

3 Drehteile en masse: Rotationskörper

(Teil 2)

3.3 Variantenkonstruktion I: Bauteile kopieren

Das nächste Bauteil zum Hefter ist dem vorigen derart ähnlich, dass wir es durch Kopieren der Teildatei erzeugen. Anders als andere Anwendungen verfügt Solid-Works über ein fortschrittliches Dateimanagement:

Wählen Sie Datei, Speichern unter.

Geben Sie den neuen Dateinamen ein, Ar Achse. Wählen Sie die Option Als Kopie speichern und öffnen und klicken Sie auf Speichern (Abb. 3.24).

Ein weiteres Teil der Baugruppe Arretierung

Die vorige Datei, ar auslöser Achse, wird geschlossen, die neue ar achse hingegen geladen. Die Dialogbox verfügt also über drei Arbeitsmodi:

  • Speichern unter führt zu einer verknüpften Kopie, d. h. Verweise des Originals wie z. B. externe Referenzen, Bauteilbezüge usw. werden auf die Kopie übertragen. Diese Kopie wird geöffnet, das Original bleibt geöffnet.
  • Als Kopie speichern und fortfahren speichert eine Art Backup, eine Kopie, die geschlossen bleibt. Verweise werden nicht übertragen.
  • Als Kopie speichern und öffnen erzeugt und lädt die Kopie, die ebenfalls ohne Verweise des Originals verbleibt. Hier wird das Original geschlossen.

Das neue Bauteil brauchen Sie nur in der Länge zu ändern, dann sind Sie auch schon fertig damit:

  • Öffnen Sie die Extrusion A Achse und ändern Sie die Tiefe von 31 auf 17 mm. Bestätigen Sie (Abb. 3.25).

Abb. 3.24: Bauteile lassen sich nicht nur als Kopien speichern, sondern auch als solche öffnen

  • Das Bauteil ändert seine Länge, und sobald Sie das Feature schließen, werden auch die beiden Fasen wieder angelegt (Abb. 3.26).

Abb. 3.25: Ändern der Tiefe eines Features

Schön an diesem Verfahren ist, dass alle Benennungen für Skizzen und Features übernommen werden und auch diesen Vorteil werden Sie möglicherweise erst bei komplexen Bauteilen schätzen lernen. Die Dateien indessen sind vollkommen unabhängig voneinander – Änderungen werden nicht von einem Teil aufs andere übertragen.

Abb. 3.26: Die fertige Ar Achse

3.3.1 Features aufeinanderstapeln

Eine Erfordernis des Extrudierens von rotationssymmetrischen Teilen wie Zapfen, Wellen und Achsen ist es, Absätze aufeinander zu stapeln. Mit einer Rotationsskizze müssen Sie das nicht – Das haben Sie bei der ersten Achse gesehen. Dort konnten Sie die Nuten sauber in die einzige Skizze integrieren. Bei sehr einfachen Teilen erweist sich das Stapeln trotzdem als die schnellere Methode.

Erzeugen Sie jetzt die Achsen für die Zahnräder des Getriebes (s. Anfang), die Aufsätze zur Arretierung auf einer Seite besitzen und später mit Klemmpassung zur anderen hin fixiert werden:

Erzeugen Sie ein neues Teil und speichern Sie es unter G Z3 Achse.

Diese Achse gehört zu Zahnrad 3 in der Baugruppe Getriebe

Öffnen Sie auf der Ebene vorne eine neue Skizze, zeichnen Sie einen Kreis deckungsgleich mit dem Ursprung, bemaßen Sie ihn mit 2.5 mm und prüfen Sie die Skizze auf volle Definition. Schließen Sie sie und nennen Sie sie Sk Achse (Abb. 3.27).

Abb. 3.27: Schon Routine: Extrusionsskizze für eine Achse

Extrudieren Sie die Skizze mit einem Linear ausgetragenen Aufsatz um 14 mm. Nennen Sie das Feature A Achse.

Bis hierher kennen Sie die Prozedur. Um den Kopf auf die Achse zu setzen, legen Sie eine neue Skizze auf eines ihrer Enden:

  • Klicken Sie diejenige Endfläche des Zylinders an, die dem Ursprung entgegen liegt (Abb. 3.28). Wählen Sie aus der Kontext-Symbolleiste Skizze.